[Rezension]: Delirium von Lauren Oliver

They say that the cure for Love will make me happy and safe forever. And I’ve always believed them.Until now. Now everything has changed.Now, I’d rather be infected with love for the tiniest sliver of a second than live a hundred years smothered by a lie.

Inhalt:

Lena, eigentlich Magdalena, lebt mit ihrer Tante und ihrem Onkel zusammen seit dem Tod ihrer Mutter. Sie musste ihr ganzes bisheriges Leben lang die komischen Blicke und die hässlichen Worte ertragen, die man ihr zuwarf, sobald die Menschen erfuhren, wer ihre Mutter war und was sie getan hat. Lenas Mutter hat geliebt. Und weil sie ihre Liebe um nichts auf der Welt aufgeben wollte, hat sie beschlossen sich umzubringen.

Liebe ist tödlich.

Mit dieser Aussage wachsen alle Menschen in Amerika auf. Sie lernen Angst zu haben vor Liebe. Gedichte, Dramen, Zitate, ja sogar das Wort Liebe ist verboten. Man liest zwar in Schulen Shakespears „Romeo und Julia“, aber nur um zu zeigen, wie gefährlich Liebe eigentlich ist. Jeder, der anders darüber denkt, wird verurteilt. Die Strafe ist der Tod.

Alles wird überwacht.

Jeden Abend gehen Patrouillen durch die Städte, um zu kontrollieren, ob sich „ungeheilte“ Jugendliche nach der Ausgangssperre auf den Straßen aufhalten. Selbst der Inhalt des Internets wird strengstens überwacht und nur erlaubte und kontrollierte Texte und Lieder dürfen ins Netz gestellt werden. Selbst die Lebenspartner werden für die Menschen ausgesucht. Die Reichen heiraten mit den Reichen und die Armen mit den Armen.

Liebe wird eliminiert.

Sobald die Menschen achtzehn werden, werden sie von Liebe geheilt. Nach der Behandlung können sie keine Schmerzen die durch Liebe verursacht werden, empfinden. Ja, sie können keine Liebe mehr empfinden. Sie können nicht mal mehr ihre eigenen Kinder lieben.

Auch Lena kann kaum ihre Behandlung abwarten. Sie ist dann geheilt von der Schande ihrer Mutter und sie wird glücklich sein. Denkt sie.

Doch dann trifft sie Alex und infiziert sich mit Liebe. Nun gibt es kein zurück mehr. Wird sie stark genug sein für seine Liebe?

Eigene Meinung:

Mir fehlen die Worte. Es gibt kein Wort, das beschreiben könnte wie unglaublich großartig dieses Buch ist. Kein Wort könnte dieser Story gerecht werden!

Zu Beginn hat man eine Charakterin, die ich einfach nur als blind und verschlossen beschreiben würde. Sie ist verschlossen, weil sie ihren Geist und ihre Gedanken einfach nur vor der Welt versteckt, um nicht mit ihrer Mutter verglichen zu werden und gerade deswegen auch blind, weil sie nichts hinterfragt. Sie kriegt tausende von Lügen aufgetischt, die sie einfach so akzeptiert und nie fragt, ob es den wirklich so sein muss. Sie schloss vom Ist-Zustand auf den Soll-Zustand. Und man kann es ihr ja nicht Übel nehmen, weil das ganze Land diesen Lügen glaubt.

Der Staat ist mMn ein reiner Terrorstaat. Alles wird überwacht und kontrolliert. Jeder Fehltritt kann zum Tod führen. So viele Gesetze und Regeln. Ich kann mir gut vorstellen, wie das Leben in so einem Staat ist. Nun  stellt sich die Frage: Wie würde ich mich in so einem Staat verhalten? Ich habe lange darüber nachgedacht und dies ist mein Ergebnis: Ich hätte auch Angst. Angst vor den Strafen. Angst als Sympathisant zu gelten. Aber so vollkommen die Regeln zu befolgen, wäre definitiv nicht mein Ding. (Kurze Notiz: Ich breche keine Gesetze!, aber Regeln ;P) Die Ausgangssperre würde ich bestimmt nicht einhalten und ich würde wahrscheinlich jedem genau das sagen, was sie von mir hören möchten und dann wiederrum etwas anderes tun oder denken. So würde ich diese Regeln umgehen. Wie ein dummes Schaf wirken, aber eigentlich ein eigensinniger Mensch sein. Mir ist bewusst, dass ich dies alles so sehe, weil ich in einem freien Land aufgewachsen bin und deswegen auch viele Facetten dieses Landes kenne, um auf so eine Antwort zu kommen, aber trotzdem glaube ich, dass bestimmte Charaktereigenschaften sich in keiner Gesellschaft verändern würden. Egal wie man aufwächst.

Ich fand alle Hauptcharaktere (Lena, Alex & Hana)  gut ausgearbeitet. Man kann sich sehr gut in diese Charaktere rein denken. Mein Lieblingscharakter ist Alex. Er ist in der „Wildnis“ aufgewachsen und er kennt das Leben als „freier“ Mensch. Er liebt das Gefühl der Freiheit und der Liebe so sehr, dass er alle Hebel in Gang setzen würde, um auch den Menschen, die er liebt, diese Gefühle näher zu bringen. Selbst denjenigen,  die schon „geheilt“ wurden. Er ist so verständnisvoll und stark…und um Lena glücklich zu machen, würde er alles tun!

Das Besondere an diesem Buch ist, neben der großartigen Idee und den Charaktere, die Schreibweise der Autorin. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so von seiner Sprache eingenommen und gefesselt hat. Ich habe den Fehler gemacht dieses Buch im Zug zu lesen. Mein Zug fuhr von Frankfurt nach Hamburg Altona und ich wollte eigentlich nur bís Marburg fahren. Tjaa…gefahren bin ich bis nach Kassel. Nach Marburg habe ich es trotzdem nicht geschafft, weil ich auf dem Rückweg weitergelesen habe und meinen Zielort wieder verpasst habe. 3 Stunden Zugfahrt und ich war wieder in Frankfurt…Ich war so vertieft in das Buch, dass ich meine Umgebung und die Geräusche einfach ausgeblendet und vergessen habe.

Fazit:

Großartige Idee, super Umsetzung, tolle Charaktere und ein flüssiger Schreibstil! Lest es!  Ihr werdet bestimmt nicht enttäuscht werden von diesem Buch!!

Liebe Grüße

Cherry

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