[Challenge]: Die Königsmacherin von Martina Kempff

Sommer 741: Ein prunkvoller Reisezug begleitet Bertrada auf dem Weg nach Saint Denis, wo Pippin, der Sohn Karl Martells, sie zur Hochzeit erwartet – doch er heiratet die falsche Frau. Jahre später wird diese Grafentochter dennoch zu einer der mächtigsten Frauen des Frühmittelalters. Dank ihres Muts und ihres diplomatischen Geschicks wird sie zur Königin und ihrem Sohn Karl eine kluge Ratgeberin. Doch verbirgt sich hinter »Berta mit dem großen Fuß« auch eine leidenschaftliche Frau, die sich für schwere Demütigungen fürchterlich rächt – und dabei mitunter auf die unkontrollierbaren Mächte der Magie zurückgreift.

Eigene Meinung:

Wo fang ich bloß an? „Die Königsmacherin“ ist eines jener Bücher, die einen faszinieren und zugleich aber auch abstoßen. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe dieses Buch. Ich habe hier verdammt viel über das Frühmittelalter. Und genau dieses neue Wissen ist ja auch zugleich faszinierend aber auch abstoßend. Es gab Szenen in der Handlung, die ich einfach nicht lesen konnte, weil ich mir ein genaues Bild über diese Taten machen konnte. Zu viel Vorstellungskraft…Diese Grausamkeiten waren zwar üblich für ihre Zeit, aber ich konnte mir diese Stellen nicht durchlesen. Natürlich muss die Autorin die Fakten so nehmen, wie sie halt sind und es wäre auch falsch gewesen, diese abzumildern. Es gab aber zum Glück nicht viele Stellen, die ich übersprungen habe.

Aber faszinierend war für mich, dass ich mir zum ersten Mal (okay vllt ist das ein bisschen übertrieben, aber ihr wisst schon was gemeint ist) wirklich genau vorstellen konnte, wie die Menschen zu jener Zeit gelebt, gedacht und gehandelt haben. Im Geschichtsunterricht wurde auch schon einiges zum Frühmittelalter behandelt, aber es blieben trotzdem einige Fragen und Lücken offen, aber dieses Buch hat bei mir alle Lücken aufgefüllt.

Normalerweise langweilt mich das Mittelalter, denn mein Interesse liegt mehr so im 19./20.Jhd., aber „langeweile“ in Kombination mit diesem Buch ist eine Beleidigung. Wir haben eine spannende Geschichte und eine starke Protagonistin. Bertrada wurde in eine ganz schön miese Intrige verwickelt, wodurch sie ihre Stellung als Königin verloren hat. Aber sie hat sich aufgerappelt und ist „über Leichen“ gegangen. Letztendlich hat sie ihre Stellung, wenn auch etwas verspätet, als Königin eingenommen. Nicht jede Frau hat den Mut sich so zu verändern und dann auch noch zu kämpfen. Vor allem Frauen im Frühmittelalter hatten es sehr schwer. Es gab ein bestimmtes Stellungssystem und keine soziale Mobilität. Natürlich hatte Bertrada keine soziale Mobilität nötig, schließlich sollte sie mal Königin werden, aber trotzdem waren ihre Mittel begrenzt und sie hat es dennoch geschafft ihr Ziel zu erreichen.

Fazit:

Ein wirklich sehr gelungener Roman über das Frühmittelalter und über die Mutter von Karl des Großen. Jeder, der mehr über die Zeit und vor allem über diese Frau wissen möchte, sollte nach diesem Buch greifen. Ihr werdet es nicht bereuen.

Liebe Grüße

Cherry

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