Please don’t hate me- Nichts ist wichtig, wenn man tot ist von A.S. King

Kann man vergessen, was war?

Muss man verzeihen, um den anderen zu retten?

Wie viel Mut braucht die Wahrheit?

Vera hasst Charlie. Aus tiefstem Herzen. Obwohl er einmal ihr bester Freund war. Obwohl sie seine dunkelsten Geheimnisse kannte. Obwohl sie ihn so geliebt hat. Und doch ist sie die Einzige, die weiß, was in jener Nacht wirklich geschah. Der Nacht, in der Charlie starb.

Inhalt:

Vera Dietz ist 18 Jahre alt und arbeitet als Aushilfskraft in einer Pizzeria. Sie lebt mit ihrem Dad zusammen, weil ihre Mutter sie und ihren Dad verlassen hat. Sie hatte einen besten Freund, der Charlie hieß, und mit dem er sich wegen Jenny Flicks Lügengeschichten gestritten hat. Und plötzlich ist er tot. Und nur sie und Jenny kennen die Wahrheit.

Charlie war aber nicht nur ihr bester Freund, den sie schon seit ihrer Kindheit kannte, sondern sie ist auch noch in ihn verliebt. Aber niemals haben sie es einander gesagt. Sie und Charlie wuchsen in unterschiedlichen Verhältnissen auf. Während Vera ihre Mutter mit dem leeren Blick und ihren Ex-Alkoholiker, nun spießigen Vater ertragen musste, musste Charlie mit ansehen wie sein Vater, seine Mutter Tag ein, Tag aus verprügelt hat. Vera genoss eine „glückliche“ Kindheit, abgesehen davon, dass sie von ihrer Mutter, die eine Ex-Stripperin ist, verlassen wurde und sich alles „erarbeiten“ musste, hatte Charlie eine Kindheit, in der sein Vater seine Mutter wie einen Fußabtreter behandelte und er seine getragenen Unterhosen an einen Perversen namens John verkaufte.

Trotzdem unterstützten sich die beiden gegenseitig und genossen die Zeit zusammen. Charlies einzige Hoffnung aus seinem Alltagsleben zu entfliehen, war seine Begabung für praktische Arbeiten. Er baute zusammen mit Vera ein Baumhaus. Doch eines Tages lernt er Bill Corso, dessen Freundin Jenny Flick, die mit Charlie flirtet und ihre Gruppe kennen. Anfangs hält er sich noch von ihnen fern, aber Jennys verzweifelten Flirtversuche wirken am Ende doch und er wird ein Teil der Gruppe. Sie rauchen, trinken und bekiffen sich fast jeden Tag. Charlie verändert sich von grundauf. Als Jenny Charlies Geheimnisse in der Schule verbreitet, behauptet sie es wäre Vera gewesen. Daraufhin streiten sich Vera und Charlie und er schlägt sie. Da endet die Freundschaft endgültig.

Seitdem Tag versucht Jenny Vera das Leben zur Hölle zu machen. Doch das gelingt ihr nicht, denn Vera schafft es gelassen zu bleiben. Als Charlie eines Tages beschließt sich von Jenny zu trennen, tickt sie völlig aus und droht ihn umzubringen und die Tierhandlung, in der sie ehrenamtlich arbeitet anzuzünden. Er wendet sich an Vera, die ihm nicht mehr helfen möchte. Sie weist ihn ab. Doch als er ein letztes Mal sie um hilfe bittet, tut sie, dass was er ihr gesagt. Sie geht ins Einkaufszentrum und erwischt Jenny, die ihre Drohungen wahr macht. Vera haut ab und erst daheim erholt sie sich vom Schock. Am nächsten Tag wird Charlie tot in seinem Garten tot aufgefunden.

Vera versucht mit Charlies Tod und ihren Problemen aus dem Weg zu gehen, aber dies führt nur dazu, dass sie anfängt sich zu betrinken und  krankhaft versucht nicht so zu werden wie ihre Eltern. Dies misslingt ihr aber gänzlich.

Doch letzendlich stellt sie sich ihren Problemen und zwingt ihren Vater auch sich seinen Problemem zu stellen. Sie tun dies und beschließen nochmal von vorne anzufangen.

Meine Meinung:

Um ehrlich zu sein, fiel es mir richtig schwer eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Dafür gibt es zwei Gründe: Der erste Grund ist das Problem, dass die Geschichte nicht hauptsächlich aus Veras Sicht erzählt wird. Manchmal erzählt uns ihr Vater etwas seinem Leben, manchmal spricht ein Gebäude mit uns und manchmal erzählt der tote Charlie etwas. Das nächste Problem sind die Zeitsprünge. Die Geschehnisse aus der Gegenwart, die verschiedenen starren Haltungen der Charaktere haben ihre Wurzeln in der Vergangenheit und um diese zu verstehen springen die Erzähler zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Aber nevertheless habe ich nun eine Rezension geschrieben.

Ich habe in mehreren Rezensionen gelesen, dass einige den Schreibstil der Autorin nicht passend fanden. Also dem muss ich widersprechen, denn ich finde die verwendete Sprache ist an die verschiedenen Charaktere angepasst.

Das Buch beginnt sehr interessant und weckt das Interesse des Leser. Aber irgendwann nimmt die Spannung ab und erst gegen Ende steigt sie wieder. Nun, ich habe zwar alles gelesen, aber ich musste mich manchmal zum Lesen zwingen.

Fazit:

Obwohl ich mich ab und zu mal zwingen musste, einige Kapitel nicht zu überspringen, hat mich das Buch irgendwie seelisch berührt. Es handelt nicht von einem einfachen Thema, sondern es versucht zu zeigen wie viel Mut uns manche Wahrheiten kosten und was passiert, wenn wir nicht bereit sind, uns diesen Wahrheiten zu stellen.

Ich will nicht sagen, es ist empfehlenswert, denn das kommt auf euch an. Seid ihr bereit solch ein Buch zu lesen und euch mit so einem Thema auseinander zu setzen? Wenn dem so sein sollte, dann lest dieses Buch. Wenn nicht, dann lasst die Finger davon.

Vielen lieben Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!!

Liebe Grüße

Cherry

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